Tabellenführer lange Zeit Paroli geboten

Von Thomas Rudolph

Es kommt nicht allzu oft vor, dass man nach Niederlagen entspannte Gesichter sieht. Bei den Spielern vom Tabarzer SV war dies am Samstagabend aber der Fall. Fast drei Stunden hatten sie sich gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Hydro Nordhausen nach Kräften gewehrt, ehe Martin Wiegner seinen sechsten Matchball gegen Dominique Einicke nutzte und so den 5:9-Endstand aus Sicht der Gastgeber herstellte.

„Ich denke, wir haben trotzdem eine richtig gute Leistung gezeigt“, meinte Tabarz´ Nummer zwei Frank Lauterbach und hob Kapitän Dennis Schade noch einmal hervor. Denn dieser zeigte seinen wohl besten Saisonauftritt und überzeugte sowohl gegen Materialspieler Markus Domnick (3:0) als auch gegen den angriffsstarken Aleksander Vanahel (3:1) mit einer taktisch einwandfreien Vorstellung.

Aber auch die anderen Akteure gefielen mit ihren Auftritten, selbst wenn sich die Leistung nicht immer mit den Ergebnissen deckte. Dies wurde bereits in den Doppelspielen deutlich. Während Einicke mit Ersatzmann Leon Hellmann erwartungsgemäß verlor, rangen Lauterbach und Armen Torosjan ihre Gegenüber Domnick/Adrian Spychala nach 1:2-Rückstand noch mit 3:2 nieder, wobei die beiden finalen Sätze jeweils in der Verlängerung gewonnen wurden. Gefühlt mehr war auch bei Schade und Chris Spiegelhauer drin, die 1:3 verloren.

Freute sich zurecht über seine makellose Bilanz: Nordhausens Spitzenspieler Andreas Wenzel.

Mit dem 1:2 drohte eine hohe Niederlage, da bereits im Vorfeld klar war, dass gegen das obere Paarkreuz der Nordhäuser kaum Siegchancen bestanden. Und diese Vermutung bestätigte sich, da sowohl Torosjan als auch Lauterbach in ihren Begegnungen mit dem frühreren Drittligaspieler Andreas Wenzel und dem schlagsicheren Polen Spychala trotz einiger starker Ballwechsel chancenlos blieben.

Kämpfte um jeden Ball: Chris Spiegelhauer konnte gegen Markus Domnick im Entscheidungssatz gewinnen.

Interessanter wurde es dann ab Position drei, wo sich die beiden Teams auf Augenhöhe begegneten. Neben Schade war auch Spiegelhauer gut aufgelegt, der jedoch im Duell mit Vanahel den ersten Satz nach 8:10 noch abgab und nicht mehr zurückfand. „Wer weiß, wie das Spiel sonst ausgeht“, fragt er sich im Nachgang, holte aber später einen Einzelpunkt gegen den Noppenspezialisten Domnick.

Einicke war ebenfalls gewillt, den Favoriten zu ärgern, und bezwang zunächst Patrick Szkolnizak mit 3:2. Die Hoffnung, Wiegner nach 0:2-Rückstand das Match zu „klauen“, erfüllte sich indes nicht. Da der für den unpässlichen Gabor Scharlock in die Mannschaft gerutschte Hellmann in seinem Duell klar unterlag, gewann Hydro in der Summe standesgemäß. „Aber wir haben sie ein wenig geärgert“, freute sich Schade über den Teilerfolg.

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