Sand im Getriebe

Mit einer deutlichen 4:9 Niederlage starteten die Tabarzer Herren vergangenen Sonntag in die Rückrunde der Tischtennis Thüringenliga. Dabei merkte man den Inselsbergern die lange Winterpause zum Teil deutlich an, was sich vor allem in der Spielsicherheit wiederspiegelte.

Durch den Ausfall von Jan Zablowski und Chris Spiegelhauer rückten Dominique Einicke und André Trautvetter ins Team, wodurch die Doppel neu aufgestellt werden mussten. Das Lauterbach/Trautvetter gegen Kittelmann/Plohmann wenig ausrichten können, war bereits im Vorfeld eingeplant (0:3). Die Fünfsatz-Niederlage des Spitzendoppels Torosjan/Schade gegen Eichhorn/Dobermann war hingegen der erste Dämpfer. Nachdem beide den vierten Satz knapp mit 10:12 verloren, lief im Entscheidungssatz nichts mehr zusammen (2:3). Scharlock/Einicke hielten die Tabarzer mit ihrem anschließenden 3:1 Sieg aber noch im Rennen.

In den folgenden Einzelrunden konnte nur Frank Lauterbach mit zwei deutlichen Siegen im vorderen Paarkreuz voll und ganz überzeugen. Armen Torosjan, die neue Nummer 1 im Team, erwischte hingegen einen gebrauchten Tag. Zunächst musste er überraschend seinem Trainingspartner Eichhorn zum Sieg gratulieren. Beide kennen sich von zahlreichen Übungseinheiten sehr gut, sodass der kleine Leistungsunterschied, der normalerweise zwischen beiden Spielern besteht, egalisiert wurde (1:3). Die Niederlage gegen „Angstgegner“ Plohmann war anschließend die logische Konsequenz (1:3).

Auch in der Mitte lief es nicht viel besser. Kapitän Schade konnte hier lediglich gegen Bickel gewinnen (3:1), agierte gegen den sicheren Kittelmann jedoch zu passiv (1:3). Auch bei Scharlock lief bei seinen beiden Niederlagen nicht viel zusammen, was sich vor allem im Aufschlag-Rückschlagspiel deutlich zeigte. Da reihte sich die unnötige Niederlage von Einicke gegen Dobermann nahtlos in den Spielverlauf ein. Unnötig deshalb, da der Tabarzer bereits mit 2:0 in den Sätzen führte und das Spiel sicher dominierte. Doch dann riss der Faden, das Stellungsspiel klappte nicht mehr und die Unsicherheit nahm zu. Ersatzmann Trautvetter war im Anschluss gegen Routinier Viebranz erwartungsgemäß chancenlos (0:3).

„Die Niederlage geht heute absolut in Ordnung. Die Saalfelder wirkten insgesamt frischer als wir und konnten ihre Chancen super nutzen. Wir müssen in den nächsten Wochen wieder zielstrebiger an unserer Form arbeiten, damit wir die kommenden sehr schweren Aufgaben gegen Nordhausen und Mühlhausen bewältigen können“, so Lauterbach. „Spätestens jetzt wissen wir wieder, dass wir gegen jede Mannschaft verlieren können und nichts selbstverständlich ist. Allerdings bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Spielen wieder formverbessert auftreten werden – dafür sind wir alle einfach zu ehrgeizig.“