Revanche geglückt

„Ich habe gar nicht mitbekommen, dass wir bereits gewonnen haben und wollte gerade den nächsten Ballwechsel beginnen. Erst als mir mein Gegner zum Sieg gratulierte. löste sich der Fokus und ich sah, dass Armen den Siegpunkt erspielt hatte“, berichtet Jan Zablowski lachend. In der Tat wurde den Zuschauern in der Tabarzer Turnhalle ein spannendes Spiel geboten, welches mit 9:3 für die Hausherren vielleicht etwas zu hoch ausfiel, aber keineswegs unverdient war. Beide Mannschaften mussten mit einem Ersatzmann antreten, wobei der Ausfall von Spitzenspieler Oslzla für die Saalfelder sicherlich schwerer Wog, als der Wegfall von Spiegelhauer und Einicke auf Tabarzer Seite. Mit Leon Hellmann debütierte ein Tabarzer Eigengewächs in der Thüringenliga.

Die Doppel verliefen wie gewünscht. Lauterbach/Zablowski und Torosjan/Scharlock konnten ihre Gegner jeweils klar mit 3:0 besiegen und blieben somit weiterhin ungeschlagen in der Saison. Einzig Schade/Hellmann hatten erwartungsgemäß gegen Plohmann/Kittelmann keine Chance (0:3).

Die Einzelrunde war anschließend nichts für schwache Nerven. Kapitän Schade agierte gegen Eichhorn fast die gesamte Partie zu passiv und lag bereits mit 1:2 nach Sätzen und 1:6 Punkten deutlich zurück.

„Was dann passierte war unglaublich und zugleich auch absolut typisch für Dennis. Irgendwie schafft er es fast immer, sich in das Spiel hineinzufinden. Diesmal hat er sogar mehrere Matchbälle abgewehrt und den Entscheidungssatz letztlich klar dominiert.“

Jan Zablowski

Am Nebentisch präsentierte sich Frank Lauterbach deutlich formverbessert zur Vorwoche und konnte gegen Sandy Plohmann vor allem im vierten Durchgang mit variablen Topspinspiel überzeugen und somit die beruhigende 4:1 Führung erspielen. Auch das mittlere Paarkreuz präsentierte sich in starker Verfassung. Zunächst egalisierte Torosjan gegen Bickel einen Satzrückstand, hatte im Anschluss daran aber die Partie erwartungsgemäß im Griff (3:1). Weitaus überraschender war zeitgleich der deutliche 3:0 Sieg von Zablowski gegen Kittelmann, bei dem der Inselsberger vor allem auf taktischer Ebene voll zu überzeugen wusste. Im unteren Paarkreuz wurden anschließend die Punkte geteilt. Scharlock gab sich gegen Ersatzspieler Gut keine Blöße (3:0), während Hellmann gegen Dobermann zwar mutig aufspielte, am Ende jedoch ohne Satzgewinn blieb (0:3).

Mit einer deutlichen 7:2 Führung ging es in die zweite Einzelrunde. Hier erwischte Schade im Spitzenspiel gegen Plohmann einen echten Kaltstart und brachte keinen Ball auf den Tisch. Zwar konnte Schade den dritten Durchgang für sich entscheiden, allerdings war Plohmann im vierten Satz wieder der deutlich bessere Akteur am Tisch und gewann das Spiel am Ende verdient mit 3:1. Diese Niederlage war jedoch zu verschmerzen, da Lauterbach gegen Eichhorn eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er an diesem Tag nicht zu besiegen ist (3:0). Somit war es Torosjan vorbehalten den Sieg gegen Kittelmann perfekt zu machen. In einem sehenswerten Spiel musste der Neuzugang alles in die Waagschale werfen, um den oberligaerfahrenen Saalfelder zu besiegen (3:1).

„Die gesamte Mannschaft hat heute eine Topleistung gezeigt! Am meisten freue ich mich für Frank, der mit zwei ganz wichtigen Siegen den Grundstein für den vierten Sieg im vierten Spiel gelegt hat.“

Jan Zablowski

Die Tabarzer Herren festigen damit ihren zweiten Tabellenplatz und können sich mit 8 Punkten bereits deutlich von der Abstiegszone distanzieren. Zeit zum verschnaufen bleibt den Inselsbergern jedoch nicht, denn bereits am kommenden Wochenende stehen zwei sehr schwere Aufgaben auf dem Programm. Zuerst gastiert am Samstag die 3. Mannschaft vom SV SCHOTT Jena in Tabarz, ehe man sich am Sonntag selbst auf die Reise in die Universitätsstadt begibt, um gegen die Mannschaft des USV Jena anzutreten.