Geschlossene Mannschaftsleistung

Die Tabarzer Tischtennisherren bleiben weiterhin ungeschlagen in der Thüringenliga. Gegen Bleicherode, dem alten Verein von Jan Zablowski und Chris Spiegelhauer, traf man jedoch zum ersten Mal in der noch jungen Saison auf harten Widerstand.

In den Doppeln legten die Tabarzer einen perfekten Start hin. Da die Bleicheröder ihre Doppel taktisch umstellten, mussten Lauterbach/Zablowski gleich gegen das spielerisch beste Doppel der Kalistädter Hagemeier/Liebergesell antreten. Hier lagen die Tabarzer bereits deutlich mit 1:0 nach Sätzen und 8:2 Punkten in Führung, als die Bleicheröder plötzlich aufdrehten und nahezu fehlerfrei agierten (12:14). Doch das Tabarzer Spitzendoppel ließ sich nicht verunsichern und konnte die folgenden Durchgänge knapp gewinnen (3:1). Schade/Spiegelhauer und Torosjan/Scharlock hatten indes wenig Mühe ihre Spiele zu gewinnen, wodurch man mit einer 3:0 Führung beruhigt in die Einzelrunde starten konnte.

Das folgende Spiel von Kapitän Schade gegen Hagemeier war nichts für schwache Nerven. Keiner der beiden Spieler fabrizierte leichte Fehler, wodurch reihenweise lange Ballwechsel zustande kamen – sehr zur Freude der knapp 30 Zuschauer. Schade lag dabei schon mit 1:2 Sätzen hinten und musste im vierten Durchgang sogar Matchbälle abwehren. Am Ende hatte er jedoch die besseren Nerven und konnte Hagemeier knapp mit 11:9 im Entscheidungssatz besiegen. Wie sich am Ende herausstellte, sollte dieser Sieg ganz wichtig für den Ausgang des Punktspieles werden. Denn nun drehten die Bleicheröder auf. Sowohl Lauterbach als auch Zablowski mussten 1:3 Niederlagen einstecken, wodurch es insgesamt nur noch 4:2 stand. Durch sichere Siege von Torosjan, Spiegelhauer und Scharlock wurde jedoch umgehend eine komfortable 7:2 Pausenführung erspielt.

„Man hat gesehen, wie wichtig es ist auch im unteren Paarkreuz sehr gut besetzt zu sein. Hier werden die Spiele letztendlich entschieden. Auf Chris und Gabor war heute absolut verlass.“

Dennis Schade

Die zweite Einzelrunde wurde zunächst von den Hausherren dominiert, die nun nochmal alle Kräfte mobilisierten, um die drohende Niederlage abzuwenden. Dies bekam vor allem Dennis Schade gegen Liebergesell deutlich zu spüren, der bei seiner 0:3 Niederlage regelrecht deklassiert wurde. Unglücklich war zeitgleich die Niederlage von Lauterbach gegen Hagemeier im Entscheidungssatz. „In engen Spielsituationen fehlte mir heute die nötige Ruhe und der Spielwitz um mich mit einem Sieg zu belohnen. Stattdessen unterlaufen mir Aufschlagfehler“, lautet das Fazit von Lauterbach. Als anschließend auch Torosjan seine erste Saisonniederlage gegen Angstgegner Rutz einstecken musste (1:3), war die Führung auf 7:5 geschmolzen. Zablowski und Spiegelhauer machten dann aber mit Griebsch und Scholze kurzen Prozess (3:0) und sorgten für den verdienten 9:5 Auswärtssieg.

„Im oberen Paarkreuz müssen wir immer am Limit agieren, um bestehen zu können“, so Schade. „Da wir uns jedoch auf unsere starken Doppel und unsere mannschaftliche Geschlossenheit verlassen können, können wir auch in engen Spielsituationen befreit aufspielen. Es ist einfach ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass notfalls alle anderen einspringen, wenn man selbst nicht den besten Tag erwischt hat.“

Dennis Schade

Ans Limit müssen die Inselsberger bereits am kommenden Samstag gehen, beim nächsten Heimspiel gegen den TTC Saalfeld. Hier will man vor allem Revanche nehmen für die bittere Niederlage aus dem Relegationsspiel.