Saisonvorschau Thüringenliga

In knapp 4 Wochen geht es endlich wieder los. Das Flaggschiff des Tabarzer SV macht sich einmal mehr auf, um sich in der höchsten Landesspielklasse mit den besten Thüringer Mannschaften zu messen. Das die Herren um Kapitän Dennis Schade dieses Jahr überhaupt in der Thüringenliga starten dürfen, war lange nicht abzusehen. Durch den Aufstiegsverzicht der anderen Mannschaften und dem überraschenden Rückzug des Gothaer SV, konnten die Inselsberger trotz Platz 9 in der Liga verweilen.

„In der vergangenen Saison lief so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann. Erst verletzte sich Jan Zablowski und war quasi ab November nicht mehr verfügbar. Dann wechselte Eric Nußbicker unverständlicherweise zu Ligakonkurrent USV Jena. Da war es nicht verwunderlich, dass dann Fortuna auch in wichtigen Momenten nicht immer auf unserer Seite war“, gibt Schade zu Protokoll.

Doch wie so oft im Leben, liegen in Krisen immer auch Chancen für einen Neubeginn. Dieser sollte mit den drei Neuzugängen Frank Lauterbach, Armen Torosjan und Chris Spiegelhauer auch gelingen. Alle drei Spieler wechselten vom SV SCHOTT Jena III zu den Tabarzern, nachdem sie das Aufstiegsrecht für die Thüringenliga aus vereinsinternen Gründen nicht wahrnehmen durften. „Frank, Armen und Chris sind ein echter Glücksfall für uns. Durch sie sind wir durchgehend sehr ausgeglichen besetzt, sodass wir Ausfälle hoffentlich besser kompensieren können.“ Auch menschlich fügen sich die Neuzugänge nahtlos in die Mannschaft ein und sorgen zudem für ordentlich frischen Wind. Kapitän Schade kann sich darauf angesprochen das Lachen nicht verkneifen. „Alle drei sind enorm ehrgeizig und trainieren mehrfach die Woche. Das färbt natürlich auch auf den Rest der Mannschaft etwas ab. So ist die Trainingsbeteiligung jetzt bereits deutlich über dem des Vorjahresniveaus.“

Ein alter Bekannter: Chris Spiegelhauer spielte mit Jan Zablowski bereits in Bleicherode. In Tabarz verstärkt er das untere Paarkreuz.
Die Vorfreude ist groß: Armen Torosjan und Dennis Schade blicken optimistisch auf die neue Spielzeit.

Mit dem Abstieg will man folglich in dieser Saison nichts zu tun haben. Jedoch haben auch die anderen Mannschaften ordentlich an Qualität zugelegt, sodass es keine einfachen Spiele geben wird. „Staffelfavoriten sind eindeutig die Mannschaften aus Nordhausen, Mühlhausen und dem USV Jena. Gegen diese Mannschaften dürfte es im Normalfall sehr schwer werden Punkte zu holen. Danach wird es aber umso spannender. Mit SCHOTT Jena, Bleicherode, Saalfeld und Schwarza bildet sich mit den Tabarzern ein breites Mittelfeld, wo jeder gegen jeden gewinnen kann. Doch auch die Mannschaften aus Bischleben und Gera sind, wenn überhaupt, nur unwesentlich schwächer aufgestellt. Da ist Spannung in jedem Spiel angesagt“, ist sich Schade sicher. „Wichtig für uns ist es, wieder Selbstvertrauen zu bekommen, um in engen Phasen die entscheidenden Punkte machen zu können. Vor allem im Doppel bieten sich viele neue Optionen an, um häufig mit einer Führung in die Einzelrunde starten zu können. Zudem sind wir in der Mitte sehr gut aufgestellt. Auch im hinteren Paarkreuz erhoffe ich mir einen deutlichen Qualitätssprung. Im Normalfall sollten wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Allerdings müssen wir gleich von Beginn an fokussiert sein, um nicht doch ins untere Mittelfeld zu rutschen.“

Ein erster Wegweiser wird gleich das erste Punktspiel am 28.09. gegen den TTC HS Schwarza sein. Vom Papier her sind die Südthüringer leicht favorisiert, jedoch wird eine enge Partie erwartet. Aufschlag an heimischen Tischen ist 15.30 Uhr.