Alles vorbei!?

Es sollte einfach nicht sein. Nach knapp 4 Stunden Spielzeit, verließ Alexander Kornhaas mit gesenktem Haupt die Spielbox und klatschte mit seinen Mannschaftskameraden ab. Zuvor musste er sich im letzten Einzel des Relegationsspiels um einen Startplatz in der Thüringenliga dem Saalfelder Ronny Dobermann knapp im Entscheidungssatz geschlagen geben, womit die 6:9 Niederlage besiegelt war.

Bereits die Doppel verliefen, wieder einmal, alles andere als optimal. Lediglich Schade/Zablowski konnten gegen Kittelmann/Bickel knapp in fünf Sätzen gewinnen. Einicke/Starkloff und Kornhaas/Gerlach verloren ihre Spiele hingegen deutlich.

Im Anschluss spielte Schade gegen Eichhorn fokussiert und konnte in einem sehenswerten Spiel den Saalfelder mit 3:0 besiegen. Zeitgleich sah es auch bei Zablowski nach einem deutlichen Sieg gegen Plohmann aus. Leider fand er jedoch immer seltener probate Mittel, um sich gegen das Blockspiel von Plohmann durchsetzen zu können. Die folgerichtige 2:3 Niederlage stellte den ersten schweren Rückschlag für die Tabarzer dar. In der Mitte wurden die Punkte geteilt. Einicke konnte Bickel mit 3:1 auf Distanz halten, während Scharlock ebenfalls eine 2:0 Führung gegen Kittelmann verspielte (2:3). „Was Gabor gegen Kittelmann spielte war furios! Auf Grund einer frisch operierten Knieverletzung konnte er sich gar nicht bewegen, weshalb wir auch im Doppel auf ihn verzichtet haben. Das er dennoch fast gewonnen hat, hat uns alle stark beeindruckt“, freute sich Kapitän Schade.

Somit stand es 3:4 und allen Anwesenden war klar, dass nun im unteren Paarkreuz ein Sieg benötigt wird, um weiterhin im Spiel bleiben zu können. Leider waren sowohl Starkloff (1:3 gegen Dobermann) als auch Kornhaas (1:3 gegen Viebranz) letztlich chancenlos, womit die Hausherren nun mit 3:6 zurücklagen.

Doch die Inselsberger stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Im oberen Paarkreuz folgten zwei Siege durch Schade und Zablowski. Einicke verlor indes in der Höhe etwas zu deutlich gegen Kittelmann (0:3), jedoch keimte wieder Hoffnung im Tabarzer Lager auf, da es der verletzte Scharlock tatsächlich schaffte gegen Bickel zu gewinnen! Beim Stand von 6:7 spekulierten nicht wenige in der Halle auf ein mögliches Entscheidungsdoppel. Doch wieder einmal gingen beide Spiele im Entscheidungssatz verloren, wodurch die Niederlage besiegelt war.

„Letztlich passt dieses Spiel perfekt in den gesamten Verlauf der Rückrunde“, fasst Jan Zablowski das Spiel zusammen. „Wir laufen bereits nach den Doppeln einen Rückstand hinterher, den wir durch zu inkonstante Leistungen im Einzel nicht wieder aufholen können. Kämpferisch kann man wieder einmal niemandem einen Vorwurf machen. Aber in den entscheidenden Momenten fehlt uns dann einfach das nötige Selbstvertrauen, um die Fünfsatzspiele zu gewinnen.“

Ob die Niederlage nun tatsächlich den Abstieg in die Verbandsliga bedeutet, steht allerdings noch nicht fest. Noch können sich die Tabarzer offenbar berechtigte Hoffnungen machen, im Thüringer Oberhaus verweilen zu dürfen, da nach aktuellem Stand der Dinge die Staffelsieger aus den Verandsligen ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen werden. Sofern es keinen weiteren Rückzug einer Thüringer Mannschaft aus den überregionalen Ligen gibt, könnte es also doch noch ein Happy End einer verkorksten Saison geben! Die nächsten Wochen werden interessant bleiben.