Kein Happy End

Es sollte einfach nicht sein. Nach viereinhalb Stunden Spielzeit war die 4:9 Niederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Bischleben besiegelt. Dabei hatte das letzte Saisonspiel der Inselsberger alles zu bieten, was einen echten Krimi ausmacht: zahlreiche Fünfsatzspiele, Kampf, Emotionen und begeisterte Zuschauer. Nur das Happy End fehlte letztlich.

Bereits die Doppel waren nichts für schwache Nerven. Mit Scharlock/Starkloff schickte man das bisher erfolgreichste Doppel als Spitzenpaarung gegen Stoltze/Meyer ins Rennen und der Plan schien schon fast aufzugehen. Bei einer 2:1 Satzführung hatte man im 4. Durchgang bereits Matchball. Doch die Bischlebener gewannen den Satz und behielten auch im Entscheidungsdurchgang die Oberhand (2:3). Schade/Einicke hielten zeitgleich gegen Bitter/Jödicke sehr gut mit und erspielten ebenfalls eine 2:1 Satzführung. Danach riss allerdings der Faden und so musste auch das zweite Doppel den Entscheidungssatz abgeben (2:3). Somit standen Zablowski/Kornhass bereits mit dem Rücken zur Wand und waren quasi zum Siegen verdammt. Nach gewonnenem ersten Satz, folgten zwei unnötige Niederlagen in der Verlängerung. Doch mit einer gehörigen Leistungssteigerung konnten sie die folgenden Durchgänge gewinnen und den ersten Punkt des Tages erspielen.

Es folgte die beste Phase der Tabarzer. Sowohl Schade als auch Zablowski lieferten sich einen tollen Kampf im oberen Paarkreuz und spielten reihenweise spektakuläre Ballwechsel. Beide Einzel gingen in den Entscheidungssatz, wo sich zunächst Schade deutlich gegen Jödicke durchsetzte (11:4). Spannender ging es am Nachbartisch zu, als Zablowski und der Ex-Tabarzer Bitter in die Verlängerung mussten. Nach Abwehr von mehreren Matchbällen konnte sich Zablowski letztlich glücklich mit 15:13 durchsetzen und feierte somit ein gelungenes Comeback nach wochenlanger Verletzungspause.

Einicke erspielte im Anschluss einen vergleichsweise leichten Sieg gegen Frank, bei dem er sich in spielerisch guter Verfassung präsentierte.

Leider sollte der vierte Punkt auch der letzte im Spiel bleiben, denn fortan trumpften die Gäste auf. Scharlock und Starkloff mussten ihren Gegnern jeweils zu einem 3:1 Sieg gratulieren. Pechvogel des Tages war aber Alexander Kornhaas, der gegen Weigt zunächst einen 0:2 Satzrückstand egalisieren konnte und im Entscheidungssatz sogar mit 7:3 in Führung lag. Doch leider sollte der Vorsprung nicht reichen und am Ende verlor der Tabarzer denkbar unglücklich mit 11:13. Die weiteren Niederlagen von Schade (1:3 gegen Bitter), Zablowski (1:3 gegen Jödicke), Einicke (2:3 gegen Stoltze) und Scharlock (1:3 gegen Frank) besiegelten die 4:9 Niederlage.

Da am Folgetag der Konkurrent aus Gera knapp mit 9:7 gegen Bischleben gewinnen konnte, befinden sich die Inselsberger nun mit Platz 9 auf einen Abstiegsplatz. Inwiefern es kommende Saison tatsächlich eine Liga tiefer weitergeht, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen. Zum einen besteht noch die Chance, die Liga durch eine eventuelle Relegationsrunde halten zu können. Zum anderen ist es derzeit noch nicht abzusehen, wer überhaupt aus der Verbandsliga aufsteigen möchte.

Eine Sache steht jedoch jetzt schon fest: Durch die Neuverpflichtungen von Armen Torosjan, Frank Lauterbach und Chris Spiegelhauer hat man definitiv eine spielstarke Mannschaft zusammen, die zweifelsfrei in der Thüringenliga im Mittelfeld mitspielen kann, oder aber in der Verbandsliga absoluter Aufstiegskandidat sein wird. Der weiße Plastikball wird also auch in Zukunft auf hohem Niveau in Bad Tabarz zu bestaunen sein!

Ein großes Dankeschön gilt abschließend wieder einmal allen Helfern, Unterstützern, Sponsoren und Freunden des Vereins! Ohne Euren unermüdlichen Einsatz, wären die Heimspiele der 1. Mannschaft nicht solche einzigartigen Veranstaltungen!