Bittere Niederlage im Abstiegskrimi

Eine ganz bittere 7:9 Niederlage kassierten die Tabarzer Herren im Abstiegsgipfel gegen den Gastgeber OTG Gera. Die Ostthüringer sind der Hauptkonkurrent im Kampf um Platz 8 und können bei optimalem Verlauf noch an den Inselsbergern vorbeiziehen.

Erneut musste auf den Einsatz von Jan Zablowski verzichtet werden, der sich aus taktischen Gründen dennoch aufstellen lies und somit bereits 3 Punkte kampflos an Gera gingen. Dennoch verlief der Start gut. Schade/Einicke konnten gegen Ewert/Helm einen knappen 3:2 Sieg erzielen. Ebenso knapp entschieden Scharlock/Starkloff ihre Partie für sich, womit man erstmals in der Rückrunde mit einer Führung die Einzelrunde beginnen konnte. Hier erspielte Schade gegen Gebauer den erhofften Pflichtsieg im oberen Paarkreuz, auch wenn er sich das Leben wieder nach einer 2:0 Satzführung unnötig schwer machte. In der Mitte wurden die Punkte geteilt. Einicke erkämpfte sich gegen Breuer einen verdienten 3:1 Sieg. Scharlock musste währenddessen Senf zum Sieg gratulieren, der dem Tabarzer durch ein gutes Aufschlagspiel klar auf Distanz hielt (3:0). Auch im unteren Paarkreuz kam es zur Punkteteilung. Starkloff behielt gegen Jugelt in einem spannenden Spiel mit 3:0 die Oberhand, während Kornhaas gegen Helm sich selbst zu häufig im Weg stand und mit 1:3 unterlegen war.

Dominique Einicke erspielte zwar 1,5 Punkte, war aber mit zwei bitteren 5-Satz-Niederlagen einer der Unglücksraben des Spieltages.

Lucas Starkloff präsentierte sich in guter Verfassung und blieb ungeschlagen.

Mit der 5:4 Pausenführung lagen die Tabarzer aber voll im Soll und konnten voller Selbstvertrauen in die zweite Einzelrunde starten. Hier kratzte Schade an einer kleinen Sensation, indem er den Topspieler der Liga in den Entscheidungssatz zwang. Allerdings war in diesem die Luft raus und der Geraer konnte den Sieg letztlich sicher einfahren. Das wichtigste Spiel stand nun in der Mitte an. Hier war Einicke gegen Senf nun gehörig unter Druck und musste gewinnen, damit die Tabarzer noch um einen Sieg spielen konnten. Leider hatte auch er zu Beginn gehörige Probleme mit dem Aufschlagspiel des Geraers, wodurch er mit 0:2 zurück lag. Doch Einicke ließ den Kopf nicht hängen und erspielte Punkt um Punkt und folglich den Satzausgleich. In einem nun sehenswerten Spiel behielt Senf letztlich die Nerven und konnte die 7:5 Führung für Gera erspielen. Schade, denn zeitgleich spielte Scharlock stark auf und konnte Breuer deutlich mit 3:0 auf Distanz halten. Auch Starkloff behielt gegen Helm die Nerven und erspielte sich den zweiten Tagessieg. Damit hatten die Tabarzer im Abschlussdoppel zumindest noch die Chance auf ein Unentschieden, da Kornhaas am Nebentisch mit 1:3 das Nachsehen gegen Jugelt hatte.

Das Drehbuch für dieses Entscheidungsdoppel hätte nicht dramatischer geschrieben sein können. Im ersten Satz konnten Schade/Einicke zunächst ihre Führungen nicht nutzen und hatten mit 10:12 noch das Nachsehen. Anschließend konnten sie zwei Durchgänge sicher gewinnen und auf der Tabarzer Bank keimte bereits Hoffnung auf ein Unentschieden. Doch die mehrfachen Seniorenlandesmeister im Doppel Gebauer/Senf spielten immer sicherer und kämpften sich in den Entscheidungssatz und hatten beim Stand von 9:9 eigenen Aufschlag. Senf setzte alles auf eine Karte, spielte zwei mutige Aufschläge, welche beide zu direkten Punkten und somit zum Sieg führten. Die Enttäuschung im Lager der Inselsberger war anschließend riesen groß. Nach dem Ausfall von Zablowski, zeigten sie eine tadellose kämpferische Einstellung und konnten sich wieder einmal nicht für ihre Leistung belohnen.

Da Gera am nächsten Tag auch noch gegen Schlusslicht Greußen gewinnen konnte, beträgt der Vorsprung der Tabarzer gegenüber den Ostthüringern nur noch ein Punkt. Somit befindet man sich nun in akuter Abstiegsgefahr!