Viel Licht, wenig Schatten – Rückblick auf die Hinrunde der Thüringenliga

Mit fünf Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen belegen die Tabarzer Herren am Ende der Hinrunde einen guten 6. Platz in der Thüringenliga. Vor allem der Abstand auf die Abstiegsränge ist mit 7 Punkten Vorsprung beruhigend.

Die Grundlage für den großen Abstand legten die Inselsberger gleich zu Saisonbeginn, als man mit fünf Siegen in Folge einen perfekten Start feiern konnte. Zu diesem Zeitpunkt belegten die Herren sogar den ersten Platz in der Tabelle. „Der Spielplan war perfekt für uns ausgelegt. Mit Nordhausen hatten wir zu Beginn einen Gegner, der unter normalen Umständen deutlich geschlagen werden muss, weshalb wir nicht gleich ans Limit gehen mussten und Selbstvertrauen tanken konnten“, begründet Jan Zablowski die Erfolgsserie. Es folgten drei Spiele, an denen die gesamte Mannschaft sich in Bestform präsentierte. Beim Wiedersehen mit Ex-Teamkollege Wolfgang Bitter im Spiel gegen Bischleben konnte man zwei Doppel gewinnen, sowie drei Punkte im oberen und mittleren Paarkreuz holen. „Ab diesem Spiel wussten wir, dass wir gegen fast alle Mannschaften mithalten können und gingen fokussiert in die nächsten Spiele. Besonders freute uns unsere gute Ausbeute in den Doppeln, die in den vergangenen Spielzeiten stets Kopfschmerzen bereiteten.“ Dank dieser neu hinzugewonnenen Stärke konnte man vor allem gegen Gotha gewinnen. Drei Siege in den Eingangsdoppeln und erneut jeweils drei Siege im oberen und mittleren Paarkreuz waren das absolute Limit und bildeten sowohl auf sportlicher als auch emotionaler Seite den bisherigen Saisonhöhepunkt. „Wir wussten natürlich, dass wir nach den ersten fünf Spielen nicht plötzlich Aufstiegskandidat waren, auch wenn wir alle Spiele gewinnen konnten. Mannschaften wie Zeulenroda, SCHOTT Jena oder Schwarza sind im Normalfall einfach besser. Deshalb waren die Niederlagen gegen diese Teams auch eingeplant.“

Dominique Einicke fehlte zuletzt häufig das Glück des Tüchtigen, erspielte in der Mitte dennoch eine solide Bilanz.

Formstark und zuverlässig: Gabor Scharlock spielte eine gute Hinrunde.

Mit den Bilanzen können die Tabarzer auch zufrieden sein. In den Doppeln bildeten Zablowski/Nußbicker ein echtes Spitzendoppel und erspielten eine sehr gute 6:1 Bilanz. Besonders erfreulich ist die gute 6:3 Bilanz von Scharlock/Starkloff, die des Öfteren dafür sorgten, dass das obere Paarkreuz mit einem Vorsprung in die Einzelrunde starten durfte. Etwas unglücklich verlief die Serie von Schade/Einicke, die als Doppel 2 aber auch stets den schwersten Stand im Spiel hatten. Bei ihrer 2:6 Bilanz verloren sie gleich drei Spiele im Entscheidungssatz.

Das obere Paarkreuz wusste in den Einzeln stets zu überzeugen. Sowohl Dennis Schade (8:11) als auch Jan Zablowski (7:7) holten zuverlässig ihre Punkte und konnten dabei auch spielerisch für einige Highlights sorgen. Die beste Bilanz erspielte Eric Nußbicker im mittleren Paarkreuz. Mit 11:1 erzielte er einen Topwert und war somit wesentlicher Bestandteil für das erfolgreiche Abschneiden der Mannschaft. Solide, aber nicht am Limit agierte unterdessen Dominique Einicke. Seine 6:12 Bilanz ist etwas zu schlecht ausgefallen, da er die letzten fünf Einzel im oberen Paarkreuz absolvieren musste. In der Mitte erzielte er eine 6:7 Bilanz, wobei er durch 5 Niederlagen im Entscheidungssatz eine bessere Ausbeute verspielte. Zufrieden kann indes Gabor Scharlock sein. Bei seiner 7:4 Bilanz ließ er unter anderem mit dem Sieg gegen Top-Mann Tim Liebergesell aufhorchen. Lucas Starkloff erspielte eine Bilanz von 4:8, mit der der ehrgeizige Sportschüler sicherlich nicht zufrieden sein wird. In den Doppeln und zuletzt gegen Bleicherode, zeigte das Nachwuchstalent allerdings, dass seine Formkurve wieder nach oben zeigt.

Jan Zablowski fehlte zuletzt dem Tabarzer Team und arbeitet derzeit an seinem Comeback für die Rückrunde.

Die Rückrunde dürfte zu einer kleinen Wundertüte werden. Mit dem sehr kurzfristigen und wenig nachvollziehbaren Wechsel von Eric Nußbicker zum Ligakonkurrenten USV Jena verlieren die Tabarzer einen wichtigen Spieler, der durch das Nachrücken von Alexander Kornhaas kompensiert werden muss. Hinzu kommt, dass man im Tabarzer Lager nicht weiß, wann Jan Zablowski wieder zur Verfügung stehen wird. „Wir müssen in der Rückrunde sicherlich kleinere Brötchen backen“, gibt sich Zablowski realistisch. „Es war für uns nicht möglich innerhalb von 4 Tagen einen Ersatzspieler für Eric aufzutreiben, ohne gegen unsere Vereinsmaxime zu verstoßen, kein Geld für Tischtennisspieler bezahlen zu wollen. Mit Alexander Kornhaas, Norman Gerlach und Pierre-Lucas Prauß haben wir aber Spieler in der Reserve, die im unteren Paarkreuz ebenfalls Punkte holen können und vor allem menschlich die entstandene Lücke sehr gut schließen werden. Perspektivisch stimmt es einen natürlich etwas nachdenklich, wenn man sich die Wechselliste anschaut und sieht, dass Schlusslicht Nordhausen mit fünf neuen Spielern zur Rückrunde antritt und die Liga wahrscheinlich ordentlich durcheinander bringen wird. So etwas wird es bei uns nicht geben, auch wenn wir dadurch irgendwann eine Liga tiefer spielen müssten. Das alles soll uns aber nicht davon abhalten, weiterhin mit Freude und Leidenschaft an den Start zu gehen. Vor allem wenn man sieht, dass die Halle zu Heimspielen immer gut gefüllt ist und wir uns auf unsere Helfer und Unterstützer stets so gut verlassen können. Dafür möchte ich mich stellvertretend für die gesamte Mannschaft bei allen Unterstützern bedanken! Vor allem unsere „Mutter Schade“ zeigt erneut bei jedem Heimspiel vollen Einsatz am Imbissstand und feuert uns stets mit Leibeskräften an.“