Perfekter Start

Mit zwei deutlichen Siegen kehrten die Tabarzer Tischtennisherren von ihren Auswärtsfahrten zurück. Gegen Nordhausen war ein Sieg Pflicht, während man mit Bischleben einen starken Gegner auf Distanz halten konnte.

Hydro Nordhausen 4:9 Tabarzer SV

Hoch fokussiert ging man in die Partie gegen die Aufsteiger aus Nordthüringen. Mit drei Siegen in den Eingangsdoppeln wurde den sympathischen Gastgebern allerdings schnell der Zahn gezogen. Sowohl Zablowski/Nußbicker als auch Schade/Einicke und Scharlock/Starkloff konnten ihre Spiele mit 3:1 gewinnen. Im Anschluss feierte Zablowski ein erfolgreiches Comeback gegen Domnick und brachte seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße (3:1). Durch die weiteren Siege von Schade, Einicke und Nußbicker stand es bereits 7:0 für die Tabarzer und alles deutete auf einen schnellen Auswärtssieg hin. Doch die Nordhäuser bissen sich noch einmal zurück in die Partie. Zunächst agierte Starkloff gegen Fetting zu unsicher, um einen Sieg zu erringen (1:3). Noch überraschender war aber zeitgleich die Niederlage von Scharlock gegen Holzberger. Hier genügte eine sichere 2:0 Satzführung nicht, um das Spiel zu gewinnen.

Zablowski hatte in seinem zweiten Einzel gegen Fehling wenig Probleme, den Materialspieler auf Distanz zu halten (3:0). Deutlich schwerer hatte es Kapitän Schade gegen Spitzenspieler Domnick. In den ersten beiden Sätzen agierte der Tabarzer zu passiv und geriet folglich unter gehörigen Druck (0:2). Mit dem Rücken zur Wand und einem deutlich verbesserten Topspinspiel erzwang Schade den Entscheidungssatz, wo er jedoch letztlich das Nachsehen hatte (2:3). Ebenso spannend ging es zwischen Einicke und Bondarenko weiter, die sich das vielleicht beste Spiel des Tages lieferten. Während Einicke mit seinen variablen Topspins und guter Beinarbeit Punkt für Punkt erkämpfte, verstand es Bondarenko ein ums andere Mal, den Tabarzer mit spektakulären Rückhandbällen an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Auch in diesem Spiel ging es in den Entscheidungssatz, indem Bondarenko hauchdünn mit 12:10 die Oberhand behielt. Somit war es Nußbicker vorbehalten, den letzten Punkt zu holen, was gegen Köhler auch deutlich gelang (3:0).

Bischlebener SV 4:9 Tabarzer SV

Mit frischen Kräften reisten die Inselsberger am Sonntag nach Bischleben, wo sie mit Wolfgang Bitter auf ihre ehemalige Nummer 1 trafen. Bereits vor Spielbeginn war klar, dass man gegen den zweiten Aufsteiger absolut am Limit spielen muss, wenn man zumindest einen Punkt mitnehmen möchte.

Die Doppel wurden vom Vortag übernommen. Mit Erfolg, wie sich schnell herausstellen sollte. Zablowski/Nußbicker spielten gegen Diederich/Stolze stark auf und hatten keine Schwierigkeiten den ersten Punkt des Tages zu erzielen (3:0). Auch Schade/Einicke spielten stark gegen das gegnerische Spitzendoppel Bitter/Jödicke auf und hatten beim Stand von 2:1 Sätzen und 10:8 Punkten sogar zwei Matchbälle auf dem Schläger. Doch die Gastgeber konnten sich gerade noch rechtzeitig steigern und die Tabarzer von der ersten Überraschung des Tages abhalten. Trotz der knappen Niederlage wusste man nun im Tabarzer Lager, dass die Form sehr gut ist und man Bischleben ernsthaft Gegenwehr leisten kann. Das zeigten Scharlock/Starkloff gleich im dritten Doppel, als sie mit einem überraschend deutlichen 3:1 Sieg den ersten Big Point erzielten.

Konnten sich über zwei Siege freuen: Lucas Starkloff und Gabor Scharlock.

Die Vorentscheidung fiel anschließend im oberen Paarkreuz. Zunächst behielt Schade ebenfalls mit einem überraschend deutlichen Sieg (3:0) die Oberhand gegen Angstgegner Jödicke und erhöhte die Spielführung auf 3:1. Als auch Zablowski gegen Bitter mit 3:1 gewann, waren die Weichen auf Sieg gestellt. Nußbicker traf im Spiel gegen Stolze auf erheblichen Widerstand. Im Gegensatz zur Vorsaison präsentierte sich der Sportstudent mental stark gereift und behielt, wie bereits am Vortag, in knappen Spielsituationen die Übersicht. Sein knapper 12:10 Sieg im Entscheidungssatz war daher absolut verdient.

Auch beim Spiel von Einicke gegen Diederich musste der fünfte Satz die Entscheidung in einem ausgeglichenen Spiel bringen. Leider hatte der Tabarzer auch dieses Mal Fortuna nicht auf seiner Seite und verlor bereits sein zweites Spiel am Wochenende im Entscheidungssatz.

Einen schweren Stand hatte im Anschluss Starkloff gegen Routinier Frank (0:3), während Scharlock durch einen deutlichen 3:0 Sieg gegen Mühlhausen den 6:3 Pausenstand erspielte.

Die zweite Einzelrunde eröffneten die jahrelangen Weggefährten Schade und Bitter. Alle Zuschauer merkten, dass sich beide Spieler in- und auswendig kennen, was zu immer wieder wechselnden Spielverläufen und tollen Ballwechseln führte. Am Ende hatte Schade knapp die Nase vorn (3:2) und erhöhte den Vorsprung auf ein beruhigendes 7:3. Zablowski bekam zwar im Anschluss von Jödicke deutlich seine derzeitigen Defizite aufgezeigt (0:3), jedoch konnte Nußbicker gleich wieder durch seinen vierten Sieg am Wochenende auf 8:4 erhöhen. So durfte sich Einicke gegen Stolze für seine zwei 5-Satz-Niederlagen rehabilitieren und bewies diesmal im Entscheidungssatz Nervenstärke (3:2). Somit war der zweite 9:4 Sieg des Wochenendes perfekt.

„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft! Mit zwei Siegen gegen direkte Kontrahenten im Abstiegskampf konnten wir perfekt in die Saison starten. Mit 5 Doppelsiegen, 3 Siegen im oberen Paarkreuz und einem ungeschlagenen Eric Nußbicker im mittleren Paarkreuz konnten wir gleich auf mehreren Ebenen auftrumpfen. Wahnsinn! Am Sonntag geht es gegen den dritten Aufsteiger aus Gera an eigenen Tischen gleich weiter. Auch hier peilen wir wieder einen Sieg an. Wir wissen aber auch, dass sie mit Martin Ewert einen der besten Spieler Thüringens in ihren Reihen haben und die komplette Mannschaft enorm kampfstark auftreten wird“, gibt ein zufriedener Kapitän Schade nach dem Wochenende zu Protokoll.