Die Luft ist raus

Tabarz 6:9 Schwarza

Die Voraussetzungen für einen perfekten Tischtennisnachmittag am Inselsberg waren gegeben. Bei feinstem Frühlingswetter fanden mehr als 60 Zuschauer vergangenen Samstag den Weg zum vorletzten Heimspiel der aktuellen Tischtennissaison. Mit Bratwurst, Kuchen, Salaten, Bier und Tombola wurde bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Als die Gäste mit gleich 3 Ersatzspielern die Turnhalle betraten, waren alle Tabarzer optimistisch, mit einem Heimsieg das i-Tüpfelchen auf einen gelungenen Sportnachmittag setzen zu können.

Die Gastgeber präsentierten sich in den Doppeln auch voll fokussiert und konnten mit drei Siegen einen perfekten Start hinlegen. Was anschließend folgte, lässt sich allerdings nur schwer in Worte fassen. Mit unfassbaren 9 Einzelniederlagen bei lediglich 3 Siegen, verloren die Hausherren gegen eine Schwarzaer Mannschaft, welche an diesem Tag bestenfalls Verbandsliganiveau hatte, sich aber durch viel Leidenschaft den 9:6 Tagessieg absolut verdient hatte. Einzig Gabor Scharlock konnte seine Normalform abrufen und dadurch zwei ungefährdete Siege einfahren.

An Unterstützung mangelte es nicht: Die zahlreichen Zuschauer kamen auch beim bestens organisierten Rahmenprogramm voll auf ihre Kosten.

Mühlhausen III 9:7 Tabarz

Mit diesem Dämpfer reiste man am Sonntag zum Kellerduell gegen Mühlhausen. Die Doppelaufstellung wählte man genau wie am Vortag. Zablowski/Nußbicker und Scharlock/Starkloff konnten ihre Spiele sicher mit 3:0 gewinnen, während Schade/Einicke gegen das Mühlhäuser Spitzendoppel Reim/Stützer erwartungsgemäß einen schweren Stand hatten (0:3). Die Einzelrunde begann dann ausgeglichen. Schade konnte gegen einen formstarken Reim nicht mithalten und verlor deutlich mit 0:3. Einicke präsentierte sich im Vergleich zum Vortag deutlich verbessert und konnte gegen Bratfisch den ersten Einzelsieg des Tages einfahren. Es folgten die ersten Wehrmutstropfen des Tages, da sowohl Nußbicker als auch Starkloff nicht zu ihrem Spielrhythmus fanden und den Münzerstädtern zum Sieg gratulieren mussten. Scharlock hielt die Tabarzer durch einen klaren 3:0 Sieg aber auf Schlagdistanz.

Mit einem Zwischenstand von 4:5 ging es in die zweite Einzelrunde. Leider verpasste es Schade im Spiel gegen Stützer einen Big Point einzufahren, als er bereits mit 2:1 Sätzen und 9:4 Punkten den Sieg schon auf dem Schläger hatte. Doch wie so häufig in der Rückrunde, kam es zum Bruch im Spiel des Tabarzer Kapitäns, der fortan völlig neben sich stand und nicht nur den Satz, sondern noch das gesamte Match deutlich im Entscheidungssatz verlor. Durch drei stark erspielte Einzelsiege von Einicke, Nußbicker und Scharlock, sah alles nach einem Unentschieden aus, da Starkloff gegen Ersatzspieler Halbeisen als klarer Favorit ins Spiel ging. Leider fand der Youngstar, wie bereits das gesamte Wochenende, nicht ansatzweise ins Spiel und bekam gegen den Mühlhäuser Jugendspieler eine kalte Dusche (0:3). So kam es beim Stand von 7:8 aus Tabarzer Sicht zum Entscheidungsdoppel. Hier behielten die bisher ungeschlagenen Reim/Stützer gegen Zablowski/Nußbicker erwartungsgemäß die Oberhand und sorgten somit für die zweite Niederlage des Wochenendes.

Kapitän Schade kann mit der dargebotenen Leistung nicht zufrieden sein. „Wir müssen die Rückrunde einfach abhacken. Derzeit gelingt es uns nicht, unsere Normalform abzurufen und fokussiert eine Partie bis zum Schluss zu bestreiten. Das wird von unseren Gegnern knallhart ausgenutzt. Punktlos aus beiden Spielen zu gehen, ist eine riesen Enttäuschung für uns.“