DSC04008

Rückschau Thüringenliga

Die Spieler der ersten Herrenmannschaft befinden sich nun schon seit ein paar Wochen in der wohlverdienten Sommerpause. Zeit also, auf die abgelaufene Saison zurückzublicken.

Spiel des Jahres

Das Spiel des Jahres fand in der Hinrunde im Kreisderby gegen den Gothaer SV statt. Die Gothaer waren in ihrem Heimspiel bis in die Haarspitzen motiviert und wurden frenetisch von ihren zahlreichen Fans angefeuert – echte Derbyatmosphäre! Dadurch waren auch die Tabarzer extrem fokussiert und zündeten in den Einzeldurchgängen ein wahres Feuerwerk ab. Gleich vier Spieler (Bitter, Schade, Zablowski und Nußbicker) blieben in ihren Einzeln ungeschlagen und sorgten somit für den 9:5 Sieg. Die Jahresabschlussfeier wurde anschließend zusammen mit den Gothaern bis in die frühen Morgenstunden bei Glühwein und Musik in der Partyscheune von Jan Zablowski ausgetragen.

 Ballwechsel des Jahres

Den besten Ballwechsel des Jahres gab es standesgemäß im Spiel des Jahres und kann hier angeschaut werden. Mit dem spektakulären Rückhand-Topspin von Dennis Schade wurde nicht nur eine Rekordreichweite für den Tabarzer SV bei Facebook erreicht, auch schaffte es der Kapitän in eine Tischtennis-Kompilation des YouTube-Kanals von MrTheportal und somit auch zu einem gewissen Grad an internationaler Popularität, bei derzeit über 40000 Aufrufen des Videos.

 Spieler des Jahres

Die wohl am schwersten zu beantwortende Frage in diesem Rückblick. Schaut man sich nur die Einzelbilanzen an, gibt es zwei Spieler die hervorzuheben sind. Eric Nußbicker und Jan Zablowski spielten in ihren Paarkreuzen groß auf (13:3 Nußbicker, 17:6 Zablowski) und belegen mit ihren Bilanzen Ligaweit den 1. und 2. Platz. Legt man das Hauptaugenmerk auf die Hinrunde, muss man aber auch Dennis Schade (12:6) und Dominique Einicke (10:4) hinzuzählen, die die Erfolgsgaranten in der erfolgreichen ersten Saisonhälfte der Mannschaften waren.

Positive Überraschung des Jahres

Mit 7 Siegen bei lediglich 2 Niederlagen und dem daraus resultierenden 3. Tabellenplatz überraschten die Tabarzer Herren die gesamte Thüringenliga. Endlich konnten alle Spieler ihr Leistungsvermögen ausschöpfen, die Mannschaft konnte fast immer in Bestbesetzung antreten, andere Mannschaften hatten währenddessen häufig Personalprobleme. Natürlich hatte die Mannschaft häufig auch das nötige Quäntchen Glück im richtigen Moment – manchmal steht man eben einfach auf der Sonnenseite der Sportwelt. Auf den schmerzlichen Boden der Tatsachen wurde man aber umso deutlicher in der Rückrunde zurückgeholt.

Negative Überraschung des Jahres

Kopfzerbrechen bereiteten den Inselsbergern vor allem die Doppelkonstellationen. Dabei verfügt man nach eigenem Befinden über zahlreiche starke Paarungen. Doch mit einer negativen Gesamtbilanz von 25:30 kann und darf die Mannschaft nicht zufrieden sein.

 Kuriosität des Jahres

Das größte Kopfschütteln in der Liga verursachte die dritte Mannschaft des Post SV Mühlhausen aufgrund ihrer Startaufstellungen in einigen Punktspielen. Gegen Aufsteiger Leubingen traten die Münzerstädter mit lediglich einer (!) Stammkraft an und verloren folgerichtig. Auch gegen die Tabarzer fehlten im Hinspiel 2 und im Rückspiel sogar 3 Spieler. Leidtragende Mannschaften waren der Gothaer SV, der TTC Schwarza und der SV Altenburg. Alle drei Mannschaften spielten innerhalb von drei Tagen gegen die Mühlhäuser, die diesmal wahrhaftig in Bestbesetzung antraten. Mit dem lettischen Rekordmeister Sandijs Vasiljevs, dem Ersatzmann der 3. Bundesliga, Christian Reim, und dem ehemaligen syrischen Juniorenmeister Hasan Bradei konnten alle drei Spiele gewonnen werden. Nicht nur für Gotha, Schwarza (beide im Abstiegskampf mit Leubingen) und Altenburg (Aufstiegskampf mit Erfurt) ein Schlag ins Gesicht sondern für alle Mannschaften, die jede Woche darum bemüht sind vollzählig an die Tische zu gehen. Man kann den Mühlhäusern offiziell keinen Regelbruch vorwerfen, jedoch sollte in den kommenden Spielzeiten darauf geachtet werden, dass es einer Mannschaft nicht möglich sein darf, ein Drittel der Spiele an einem Wochenende auszutragen.

 Marathonspieler der Saison, des Jahrzehnts….?

Interessierten Zuschauern ist es schon lange aufgefallen. Dennis Schade ist immer auf der Suche nach dem besonderen Nervenkitzel in einem Tischtennisspiel. Diesen scheint er immer dann zu finden, wenn er sich im Entscheidungssatz befindet. Sage und Schreibe 14 Spiele wurden erst im fünften Durchgang entschieden – dabei macht es für den Tabarzer Kapitän auch kein Unterschied ob er das Spielgeschehen eigentlich klar dominiert oder er absolut unterlegen ist. Irgendwie landen (gefühlt) alle Spiele im Entscheidungssatz. Zum Vergleich: Dominique Einickes „ökonomische“ Spielweise endete lediglich fünfmal im Entscheidungsdurchgang bei gleich viel Spieleinsätzen!

Dank!

Ein großes Dankeschön gilt wiedereinmal allen Ersatzspielern, Helfern, Trainingspartnern und Sponsoren unseres Vereins! Man kann es nicht oft genug herausstellen, aber ohne all der tatkräftigen Unterstützung auf allen Ebenen könnte der Spielbetrieb auf diesem Niveau nicht durchgeführt werden!